Die Spitze einer Nadel

von Gilbert Keith Chesterton
aus dem Englischen von Kamilla Demmer
Funkeinrichtung: Ulrich Griebel
Regi: Klaus Zippel
Produktion: MDR/RBB/SWR 2005
50 Minuten

Über der englischen Bauindustrie schwebt das Gespenst eines Arbeitskampfes, weil die Unternehmer die Löhne kürzen wollen. Bauunternehmer Sand erhält eine anonyme Drohung: wenn er die Löhne kürze und die Arbeiter aussperre, werde der Arbeiterrat ihn mit dem Tode bestrafen. Obwohl Sand den Arbeitern eigentlich wohlwollend gegenüber steht, muss er ihnen nun kündigen, um nicht als Feigling dazustehen. Am nächsten Tag erscheint Sands Kompagnon, sein Neffe Henry, bei Pater Brown und teilt ihm mit, sein Onkel habe Selbstmord begangen. Die Leiche sei verschwunden. Am Fluss hinter Sands Anwesen findet Pater Brown den Schlafrock und einen Abschiedsbrief, der in einen Baum geritzt ist. Die Schrift gleicht der auf der Morddrohung. Bei der Untersuchung des Schlafrocks sticht sich Pater Brown an einer Nadel: der Schlafrock wurde nie benutzt, sondern vom Mörder am Fluss deponiert.
Die Frage nach dem Mörder scheint schnell geklärt, nur: warum änderte er seine Taktik? Erst bringt er den Arbeiterrat in Verdacht, dann täuscht er einen Selbstmord vor? Pater Brown weiß auch diese Frage zu beantworten.

Gilbert Keith Chesterton, (1874-1936). Der vielseitige englische Schriftsteller ist der Erfinder der Figur des Pater Brown, der Kriminalfälle auf eigenwillige und verblüffende Weise aufklärt. Besonders wertvoll sind auch seine Gedichte, wie „The Ballad of the White Horse (1911) und seine literarisch und sozialkritischen Essays.