Die Spurlosen

von Heinrich Böll

Regie: Fritz Schröder-Jahn
Produktion: NDR/BR/SWF 1957

Kaplan Brühl wird nachts gewaltsam zu einer Kranken entführt, um sie mit den Sterbesakramenten zu versehen. Als der Kaplan am nächsten Vormittag von seinem Versehgang noch nicht zurück ist, kann der Kriminalpolizist Kleffer nicht mehr ausschließen, dass Brühl Komplize einer Bande ist, die alle drei, vier Jahre einen sorgfältig vorbereiteten Einbruch startet, um gleich wieder spurlos zu verschwinden. Denn inzwischen wurde ermittelt, dass um zwei Uhr nachts 180.000 Mark in Gold aus dem Tresor der Zentralbank geraubt worden waren. Dabei wurde dasselbe Auto benutzt, in dem man den Geistlichen abgeholt hatte. Als Kaplan Brühl endlich wieder aufgefunden wird, weigert er sich, der Polizei bei der Aufklärung des Verbrechens zu helfen. Er kennt nun das Geheimnis der "Spurlosen", einer 1944 desertierten U-Boot-Besatzung, die ihre Gemeinschaft außerhalb der Gesellschaft von Einbrüchen finanziert.

Mit
Kaplan Brühl: Erich Schellow
Kröner: Wolfgang Lukschy
Marianne Kröner: Anneliese Römer
Dr. Krum: Georg Eilert
Toni: Rudolf Fenner
Kleffer: Siegfried Lowitz

Das Kriminalhörspiel entwirft ein gesellschaftskritisches Bild der 50er-Jahre. Es klagt jene an, die im Krieg die Zerstörungsbefehle gaben und die nun in der Heimat mit Erfolg die braven Bürger, die Unschuldslämmer, spielen.