Sündenbock

von Michael Koser
Regie: Alexander Malachovsky
BR 1986
Länge: 53’28

Sein Einsatzgebiet: Babylon, Vereinigte Staaten von Europa. Seine Ermittlungen: skrupellos, verwegen und nicht selten lebensgefährlich.
Bigboss ist tot. Ermordet. Bigboss, die Präsidentin von "Chips", dem bedeutenden Hardware-Produzenten. Wenn Bigboss ermordet ist, verlässt sich "Chips" nicht auf die Kripo. Sondern auf Jonas. Der hat Bigboss vor einem Vierteljahr kennen gelernt. Eine merkwürdige Frau. Ein merkwürdiges Zusammentreffen in ihrem Penthouse hoch über Babylon. Und jetzt ein merkwürdiger Auftrag. Er nimmt ihn an. Ein Fehler. Besser hätte er vorher Sam zu Rate gezogen!

Sam ist sein Computer. Der kann reden. Und wie. Ohne Pause. Ohne Punkt. Und Komma. Ohne Luft zu holen. Sam ist ein ausgelaufenes Versuchsmodell. Von seinem Hersteller verramscht. Vor fünf oder sechs Jahren. Seitdem sägt das handliche Kästchen, die drahtlose Extension des großen Datenspeichers aus dem Büro, an den Nerven von Jonas. Mit seinem Textprogramm, das inzwischen ein wenig durcheinandergeraten ist.

Aus dem Konzept bringt Jonas im aktuellen Fall aber auch, dass ihm einer unter die Arme greift, von dem er es zuallerletzt erwartet hätte: Brock von der Kripo! Der Superwiderling! Der Jonas-Fresser!

Mit Bodo Primus, Peer Augustinski, Hans Korte, Claudius Zimmermann, Andrea Lukas, Matthias Gollowsky, Rita Russek, Karin Frei, Nino Korda, Frank Petzelt

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973 erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.