Süßes Gift

Tom Peuckert
Regie: Thomas Leutzbach
Produktion: WDR 2002
54'

Privatdetektiv Castor Troya singt im Männerchor, aber ob ihn das prädestiniert, Erhellendes zum Tode des Dirigenten Georg von Berg zu finden? Der künstlerische Leiter der „Waldstein-Festspiele“ ist während einer Probe am Pult zusammengebrochen, und da seine Gattin einen anonymen Brief erhalten hat, in dem eine natürliche Todesursache bezweifelt wird, findet sich Troya wenig später im Kreis der verzweigten Waldstein-Familie wieder, wo er sich als Neffe des Verstorbenen ausgibt. Die Waldsteins befinden sich im Erbfolgekrieg: Der greise Otho Waldstein will als uneingeschränkter Herrscher des Festspiel-Imperiums nicht weichen; darum hat sein Sohn Marquard das Familienunternehmen bereits verlassen, um in Amerika ein Konkurrenzfestival aufzubauen. Das Ränkespiel in der Familie und immer neue Enthüllungen über den engen Kreis der selbsternannten Kulturelite lassen Troya schon bald erkennen, dass die Behauptung des anonymen Briefschreibers richtig ist: Nicht das süße Gift der Musik hat Georg von Berg getötet.

Tom Peuckert, geboren 1962 in Leipzig, studierte Theaterwissenschaft und lebt als Autor, Theaterregisseur und -dramaturg in Berlin. Der WDR sendete zuletzt sein Hörspiel „Die wirkliche Geschichte vom Leben und Tod des Entertainers Klaus Meise“ (2000). Die Krimisatire „Süßes Gift“ ist sein sechstes Hörspiel.