Der Schatz

von Andreas Albes
Bearbeitung und Regie: Thomas Blockhaus
Produktion: WDR 2007
ca. 54'

Michael Bellow, ein junger, nicht allzu erfolgreicher deutscher Lokaljournalist, wird als Korrespondent in den Irak geschickt. Der Krieg ist gerade vorbei, in Bagdad herrschen Chaos und Anarchie, Anschläge sind an der Tagesordnung. Im Dampfbad belauscht Bellow zwei Deutsche, die ihr Geld offensichtlich mit Plünderungen der staatlichen irakischen Museen und dem Schmuggel von Kunstschätzen verdienen. Wie sich herausstellt, arbeitet der eine für die UNO, während der andere eine internationale Hilfsorganisation leitet. Michael Bellow wittert eine große Geschichte. Zusammen mit einem französischen Kollegen, einer griechischen Fotografin und einem irakischen Übersetzer folgt er einer Fährte in den Norden des Landes, in ein vom amerikanischen Militär streng abgeriegeltes Dorf. Dort ist die Macht von Saddam Hussein noch allgegenwärtig, und die nach Beweisen suchenden Journalisten setzen ihr Leben aufs Spiel.

Andreas Albes, geboren 1967 in Göttingen, arbeitete als Polizeireporter in München, bevor er Lokalchef bei der "Neuen Presse" in Hannover wurde. 1998 wechselte er als In- und Auslandsreporter zum "Stern" (u.a. Reportagen im Irak, Afghanistan, Kosovo, Namibia, Brasilien). 2003 erschien sein erster Roman, "Die Insel". "Der Schatz" ist sein zweiter Roman. Albes lebt derzeit als Russland-Korrespondent in Moskau.