Schlusslichter. Ein Weihnachtsblues.

von Russell Graves

Regie: Götz Fritsch
Komposition: Georg Herrnstadt
Bearbeitung: Konrad Zobel
Produktion: ORF 1998
Länge: 48'

Heiligabend 1928. Ein Zug fährt durch den strömenden Regen im Süden der USA. "Verdammte Begräbnisfahrt". Der Schaffner Hank Bullins ist gestorben. Jemand muss einspringen. Ob er Familie habe, wurde sein Kollege Harry Calhoon gefragt. "Nein", hat er gesagt. "Gut", fand der Bahnbeamte.

Als ob es gut sei, keine Familie zu haben! ‐ Calhoon übernimmt die Weihnachtsschicht und holt sich den Heizer Mose mit in den Schlusswaggon. Der hat auch keine Familie. Aber er spielt Mundharmonika. Harry erzählt dazu Geschichten aus seinem Leben. Von dem toten Hank Bullins, der nun auf dem Abstellgleis steht, und von dem letzten Waggon, der auch aufs Abstellgleis soll.

Mit: Hilmar Thate, Michael Schubert

Russell Graves, geboren 1922 in Philadelphia, Schriftsteller, Dramaturgieprofessor, Regisseur und Schauspieler. Lebt in Chapel Hill, North Carolina. Umfangreiches literarisches Werk, Hörspiele u.a. Mr. Hyde tanzt (ORF 1983), Prospero im Morgenlicht (ORF 1985), Variable Geschichte (ORF 1992), Frankensteins Sendung (ORF 1996), Es war einmal ein Spion (WDR/ORF 2004).