Schmiergeld

von Michael Koser
Regie: Alexander Malachovsky
Produktion: : BR 1985
55 Min.

Es war einmal eine Zeit, da gab es Privatdetektive. Harte Männer, gerecht,
nie um eine Antwort und einen Ausweg verlegen. Aber in den ersten
Jahren dieses Jahrtausends gibt es nur noch einen: Jonas. Er ist der
letzte seiner Zunft. Nicht mehr ganz so hart, auch nicht immer gerecht,
manchmal fällt ihm auch gar keine Antwort ein – und einen Ausweg muss
er meist lange suchen, aber dafür ist er auch nicht allein: Sam, sein
Begleiter, ist immer dabei. Sam ist der unentbehrliche, überprogrammierte
und zuweilen recht geschwätzige Computer. Er kann alles. Außer Walzer
tanzen. Und Kinder kriegen...

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa: Der Herr ist klein und grau. Er
trägt das offizielle Grau der Politiker und Geschäftsleute. Eine graue
Maus. Unauffällig. Abgesehen von einer Kleinigkeit. Er ist tot. Jonas
gefällt das gar nicht. Welcher Detektiv findet schon gern eine Leiche in
seinem Büro? Noch dazu erwürgt. "Wie weiland bei den Thugs",, weiß
Computer Sam. Und er weiß noch mehr: Die Thugs sind eine indische
Mördersekte, welche früher vorzugsweise in Bengalen florierte. Und zu
Ehren ihrer Göttin Kali drauflos würgte. Aber Thugs im 21. Jahrhundert? In
Babylon?

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für
das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es
entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von
Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973
erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.