Schock!

Drei Hörspielgrotesken von Rüdiger Grothues

Regie: Hans Helge Ott
Produktion: RB 1998
Dauer: 43'00

Mitwirkende:
Heinz Schubert - Kommissar Tacker
Konstantin Graudus - Assistent Henry
Hans-Peter Hallwachs - Doktor Senscheid
Ingeborg Kallweit - Assistentin Petermann
Hille Darjes - Wirtin Popina
Klaus-Dieter Stenzel - Eugenio
Anne Moll - Viola
Dirk Böhling - Reporter
Erik Roßbander - Kameramann
Erik Roßbander - Makler
Rolf B. Wessels - Mann
Marion Breckwoldt - Hildegard
Irene Kleinschmidt - Klärchen
Stephan Szasz - Jens-Uwe
Svenja Pages - Ilse
Heiko Senst - Harald
Wilfried Dziallas - Schlachter Störpeter
Ingrid Waldau - Frau Störpeter
Wolfgang Klemet - Pfarrer Schorf
Otmar Willi Weber - Lautsprecherstimme

von Autor
Regie
Mit
Produktion
Min.

Tacker ist Kommissar und leidenschaftlicher Trinker. Senscheid ist Pathologe und leidenschaftlicher Sammler von Leberzirrhosen. Beide treffen sich regelmäßig zu Bier, Schnaps und Katzbuck. Doch dadurch lösen sich die kniffligen Todesfälle auch nicht von allein.

1. "Schluck!": Eine Serie rätselhafter Morde erschüttert die Ruhe am Tresen. Die Opfer: allesamt Unternehmergrößen der örtlichen Promilleindustrie. Sollte da etwa ein Zusammenhang bestehen?

2. "Quak!": Senscheid hat wieder mal eine Frau kennengelernt. Sie heißt Hildegard und macht in Öko. Also muss auch Senscheid zum Naturfreund werden. An einem neblig-grauen Tag hilft er seiner Angebeteten und ihrer Landkommune, Kröten von der Strasse zu sammeln. Eine unglückliche Rettungsaktion. Gleich zwei der Kommunarden kommen unter die Autoräder. Können Kröten töten?

3. "Muh!": Die Metzgersgattin wird steif gefroren am Fleischerhaken im Kühlhaus des Familienbetriebes gefunden. Natürlich tot. Der Schlachtergeselle wurde waidgerecht aufgebrochen und einer wilden Stute vor die Hufe geworfen. Natürlich auch tot. Aber natürlich sind diese Tode natürlich nicht.

Rüdiger Grothues, geboren 1961 in Harsewinkel (Ostwestfalen), Studium der Literaturwissenschaft, Germanistik und Soziologie in Bielefeld. Seit 1991 freier Autor, in Berlin. Veröffentlichungen von Trickfilmen, Szenen, Glossen, Sketchen, satirischen Kurzgeschichten für Fernsehen und Hörfunk. Drehbücher zur Spielserie "Die Firma" im ARD "Ratgeber Jobs und Karriere". Reportagen und Glossen für "taz", "Konkret", "Kowalski", "Eulenspiegel"; Versdichter für "Elefanten Press" und Texter von "Eulenspiegels Postkartenkalender". Hörspiele u.a. "Papa, Charly hat gesagt" (SR).

Heinz Schubert, geb. am 12. November 1925 in Berlin. Nach der Schauspielausbildung ging er 1950 bis zum Bau der Mauer 1961 ans Berliner Ensemble. Er stand in München, Hamburg, Stuttgart und Berlin auf der Bühne. Neben seiner Theaterarbeit trat er im Fernsehen und im Film auf und wurde als Alfred Tetzlaff in der TV-Kult-Serie "Ein Herz und eine Seele" zum "Ekel der Nation". Schubert, der auch zahlreiche Sprecherrollen beim Rundfunk übernahm (beim MDR u.a. Die Sprechstundenhilfe, 1994), unterrichtete viele Jahre an der Theaterhochschule in Hamburg, wo er am 12. Februar 1999 starb.