Schwarze Spiegel

von Arno Schmidt

Regie: Klaus Buhlert
Produktion: BR 1997
Länge: 87'

"Atombomben und Bakterien hatten ganze Arbeit geleistet." Fünf Jahre nach einem atomaren Krieg bewegt sich der Erzähler, der sich für den einzigen Überlebenden hält, mit dem Fahrrad über zerbröckelte Straßen in der Lüneburger Heide. Das Experiment Mensch, analysiert er, ist gescheitert. Mit der Brechstange in der Hand und mit zwei umgehängten Waffen fühlt er sich als Herr der Welt. Doch er lebt mit der ständigen Angst, anderen Menschen zu begegnen. Schwarze Spiegel wurde erstmals 1951 publiziert. Arno Schmidt erschienen die frühen fünfziger Jahre wie eine Zwischenkriegszeit, ein kurzes Atemholen vor dem Dritten Weltkrieg. In seinem utopischen Prosatext beschreibt ein namenloser Ich-Erzähler die nahe Zukunft, den Zeitraum vom 1. Mai 1960 bis Ende August 1961.

Mit: Ulrich Wildgruber und Corinna Harfouch

Arno Schmidt (1914-79), Autor, Publizist, Übersetzer. Auszeichnungen u.a. Fontane-Preis (1964), Goethe-Preis (1973). Werke u.a. Kaff, auch Mare Crisium (1960), Zettels Traum (1970). Hörspieladaptionen u.a. Der Vogelhändler von Imst (SWF 1974), Die Gelehrtenrepublik (BR 2003).