Schwarz wird stets gemalt der Teufel

Hörspiel in drei Teilen
von Edward Boyd
Aus dem Englischen übersetzt von Hubert von Bechtolsheim und Marianne de Barde
Regie Heiner Schmidt
SWF 1972
ca. 54'

Steve GardinerHans Peter Hallwachs
Jonathan KetchWalter Bluhm
Inspektor GordonWerner Schumacher
Captain BevvisHansjörg Felmy
Judy ClarkChristine Davis
Mrs. McPheeAnnemarie Schradieck
Elspeth McDonaldGertraut Heise
CeliaHannelore Hoger
Sally StewartHeidemarie Rohweder
DorisUrsula Langrock
FahrerinAntje Hagen
Sergeant GrantManfred Reddemann
Anwalt PurdyFritz Rasp
RadiosprecherRolf Klein
u.a.

Der Londoner Privatdetektiv Steve Gardiner sucht Trost im Whisky. Shirley, seine Freundin, hat sich mit »Rien ne va plus!« aus dem Staub gemacht. Nachdem er seinen Kummer im Whisky ertränkt hat, findet sich Gardiner im Zug nach Glasgow wieder. Dort angekommen, sucht er nach Judy Clark, die er vor einiger Zeit scheinbar grundlos verlassen hat. Er findet sie schließlich in einem entlegenen Hotel im schottischen Hoch land. Sie ist in Begleitung des unangenehm schönen Peter Calder, der als Mitgiftjäger bekannt ist. Überraschenderweise hat sich auch Inspektor Gordon in dem Hotel eingemietet. Ein unaufgeklärter Mord, der vor exakt einem Jahr in dieser Einöde passiert ist, lässt ihm keine Ruhe. Und in dem einsamen Hotel sind dieselben Leute wie damals versammelt ...

Auf Judys neuen Lover Peter Calder braucht Steve Gardiner nicht länger eifersüchtig zu sein: Gleich am Tag nach Steves Ankunft ist der Schönling tot! Und Judy steht unter Mordverdacht. Hängt der Fall mit dem des Vorjahres zusammen? Nach einem dritten und vierten Mord gibt es für Inspektor Gordon darüber keinen Zweifel mehr, aber weiter reichen seine Erkenntnisse nicht. Schon um Judy entlasten zu können, recherchiert Steve Gardiner auf eigene Faust – und trifft bald auf einen alten Bekannten.

Edward Boyd wurde 1916 in Stevenston/Ayrshire geboren. Er verfasste zahlreiche Serien für die BBC und Granada Television und gehörte zu den Autoren, die ihre Texte unmittelbar für das Radio schrieben. »Schwarz wird stets gemalt der Teufel« wurde 1971 in Großbritannien mit dem Preis der »Writers’ Guild« für die beste Radioserie ausgezeichnet. Boyds sprachlich anspruchsvollen Krimi-Mehrteiler wurden von Hubert von Bechtolsheim (bis zu ihrem Tod 1995 zusammen mit Marianne de Barde) kongenial ins Deutsche übertragen und beim Südwestfunk realisiert: »Fünf Finger machen eine Hand« (1969), »Kein Mann steigt zweimal in denselben Fluss« (1971), »Dachse im Eulenlicht oder Die Suche des Peter Talion« (1975), »Bullivants Match oder Brachvogel im Herbst« (1986) und »Spanische Schlösser « (1989). Edward Boyd starb im Januar 1990.