Das Schweigen

von Jan Costin Wagner
Redaktion: Isabel Platthaus und Natalie Szallies

Überbleibsel eines Verbrechens...
Kehrt ein Täter immer an den Tatort zurück? Um das gleiche Verbrechen noch einmal zu begehen? Am 12. Juni 2008 verschwindet in der finnischen Stadt Turku ein 13-jähriges Mädchen. Zurück bleiben ihr Fahrrad, ihre Tasche und eine Blutspur. Genau wie 33 Jahre zuvor, als an eben derselben Stelle ein Mädchen vergewaltigt und ermordet worden war. Ihre Leiche wurde erst Monate später gefunden. Den Mörder fand man nie. Die Wiederholungstat erschüttert ganz Finnland und hält die Polizei Turkus in Atem. Vergeblich versuchen die Ermittler, eine Verbindung zwischen den beiden Mädchen zu entdecken.
Ein solches Bindeglied sucht auch einer der beiden damaligen Täter, dem seine längst vergessen geglaubte Schuld durch das neue Verbrechen wieder quälend ins Bewusstsein tritt. Er beginnt seinen Mittäter zu belauern, zieht immer engere Kreise um den Tatort. Während die Polizei mit den Ermittlungen in dem gegenwärtigen Fall beschäftigt ist, versucht er verzweifelt, die Geister aus der Vergangenheit, die sich in die Gegenwart drängen, im Zaum zu halten.

Jan Costin Wagner, 1972 geboren, lebt als freier Autor bei Frankfurt und in Finnland, dem Heimatland seiner Frau. Für seinen Debütroman "Nachtfahrt" erhielt er 2002 den Marlowe-Preis für den besten Thriller. Sein zweiter Roman "Eismond" (2005) brachte ihm auch den internationalen Durchbruch.