Schwester, lieb Ophelia

von Hans Lucke
Produktion: MDR 2000
Ton: STL, Hans Kölling
Regie: Irene Schuck
Länge: 38:22 Minuten

Mitwirkende:
Marlene Deina - Barbara Nüsse
Dr. Goll - Christian Redl
Julia, seine Ehefrau - Käte Koch

"Weh mir, wehe, dass ich sah, was ich sah..." Für die Rolle der Ophelia ist
Marlene Deina inzwischen zu alt. Doch mangelt es ihr, "der Frauen elendste
und ärmste", weder an Phantasie, sich einen handgreiflichen Mord
vorzustellen, noch an schauspielerischem Handwerk, sich vor Rechtsanwalt
Goll perfekt in Szene zu setzen. Morgens gesund aus der Nervenklinik
entlassen, ist sie schon wieder am Ende. Die Frau auf dem Teppich, nass,
wie Ophelia aus dem Wasser gezogen. - Plötzlich hat sie dagelegen in dem
Haus vor der Stadt. Die gleichen Würgemale am Hals, wie die Kollegin bei
dem skandalösen Probenunfall. - Die Phantasie einer geistesgestörten
Schmierenkomödiantin? Krimi-Autor Goll wird sie für sich zu nutzen
wissen. Doch die Deina verbirgt etwas, was eigentlich ihm gehört: Im
Drehbuch nach seinem Erfolgs-Krimi fehlt eine Seite: Seite 26.

Hans Lucke, geboren 1927, lebt in der Nähe von Weimar. Nach dem Krieg
Besuch der Schauspielschule, danach Engagement in Dresden. Schreibt seit
Mitte der 50er Jahre für's Theater, später auch Fernsehspiele und
Hörspiele, oft Krimis oder Komödien. 1961 - 1971 Schauspieler am
Deutschen Theater Berlin. Danach freischaffend als Schauspieler,
Regisseur und Autor. Jüngst erschien sein Prosaband "Weimar, oh Weimar,
oh wei...".