Stealth Fighter - Krieg auf der Autobahn

von Alfred Behrens
Ton: Helmuth Schick
Komponist: Stefan Traub
Regie: Alfred Behrens
Produktion: HR/NDR 1994

Dr. Wittfogel - Joachim Pukaß
Moderator - Thomas Ahrens
Interview-Partner - Uwe Wesel
Veronika/Logos - Verena von Behr
Lutz Behringer - Hansjürgen Hürrig
Otto Sander - Otto Sander
Moderatorin/Logos - Karin Kuschik
Willem van Baeck - Heinz-Werner Kraehkamp
Dr. Reinking - Gerd Wameling
Peter Messinger/Logos - Frank Glaubrecht
u.a.

"Dieses Hörspiel ereignet sich wie ein Angriff aus der Nacht. Aus den Wolken. Aus dem Unsichtbaren. 652.726 Verkehrstote seit 1947 sind nicht länger bereit, dem Ersatzkrieg auf den deutschen Autobahnen tatenlos zuzusehen. Raser, die mit 180 Stundenkilometern und mehr über die Linksaußenspur der Bundesautobahnen jagen und damit sich selbst und andere gefährden, werden von Tarnkappenflugzeugen, die ihnen mit Überschallgeschwindigkeit entgegenfliegen, auf Tempo 110 heruntergebremst. Die Fahrzeuge - meist aggressive Nobel-Karossen vom Typ BMW, Benz, Saab, Porsche usw. - werden dabei auf geheimnisvolle Weise de-lackiert. Das Blech nimmt nie wieder Lack an und bleibt bis ans Ende der Kilometerlaufleistung gebrandmarkt. Rasen macht keinen Spaß mehr. Wer steckt dahinter? Die Auflösung hören Sie, noch vor der Bundestagswahl, in Ihrem Autoradio. Das Hörspiel simuliert, ironisiert und optimiert New Radio. Format-Radio. Fließprogramm. Mit Merz-, Dada und CutUp- Reklame. Auf einem Musik/Geräusch-Backbeat, der dem Hörer ein akustisches Road Movie serviert, den Soundtrack zu einem anarchischen Anti-Kriegsfilm." (Alfred Behrens)

Alfred Behrens, lebt als freier Schriftsteller, Regisseur und Filmemacher in Berlin. "Seit gut 35 Jahren hat der 1944 in Hamburg-Altona geborene Alfred Behrens das deutschsprachige Hörspiel mit erfrischenden und unkonventionellen Impulsen bereichert. Als wichtiger Wegbereiter und Schrittmacher des Pop-Hörspiels, des Originalton-Hörspiels, der Social-Science-Fiction sowie des Hörfilms hat er mit hohem Sprach- und Medienbewusstsein immer wieder nach neuen Ausdrucksformen des akustischen Erzählens gesucht. Dabei verzichten seine Manuskripte und Konzepte auf den schnellen technischen Gag, vielmehr handelt es sich um ideenreiche Forschungsreisen durch die akustischen Erfahrungsmuster der medial geprägten Welt. Schon früh entschloss Behrens sich, auch als Regisseur seiner Arbeiten tätig zu sein, seine Geschichten und Lebensprotokolle sind mit dem Mikrofon geschriebene Hörwerke. Wie wenige aus seiner Generation ist dieser Radiopoet bis heute ein unermüdlicher Erweiterer und Erneuerer der Hörspielkunst geblieben - wobei er sich darüber hinaus bemüht, sein Wissen und sein Können an jüngere Autorengenerationen weiterzugeben." (Aus der Jury- Begründung)