Die Stimme hinter dem Vorhang

von Gottfried Benn

Regie: Gert Westphal
Komposition: Heinz Bartels
Produktion: SWF 1955
Länge: ca 49'

1952 entstand diese berühmte Szenenfolge: eine Prosa zum Lesen, eine Vorlage fürs Theater, ein Spiel für Stimmen, ein Hörspiel. Zeitgenossen reden über die Welt - und die Bewusstseinslage, ratlos und irritieret, damit auf das horchend, was ihnen jenes "höhere Wesen", die Stimme hinter dem Vorhang zu sagen hat.

"Im Dunkeln leben, im Dunkeln tun, was wir können." Gottfried Benn in einem Brief an seine Tochter Nele: "Ich habe etwas Neues, Schreckliches veröffentlicht über Liebe & Kalt, zynisch, aber gut: Die Stimme hinter dem Vorhang."

Mit: Ursula Langrock, Henny Schneider-Wenzel, Friedrich von Bülow, Otto Collin, Kurt Ebbinghaus, Jürgen Goslar, Gert Keller, Friedhelm Kuhlen, Wilhelm Kürten, Kurt Lieck, Ernst Sladeck, Gert Westphal und Helmuth Willig

Gottfried Benn (1896-1956), Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, bedeutender Lyriker, erhielt 1938 Publikationsverbot. Benn war 1951 der erste Georg-Büchner-Preisträger.