Stirb, Kindchen, stirb

von Ed McBain
Nach seinem Roman "Lullaby"
Aus dem Amerikanischen von Richard K. Flesch und Stefanie Weiss
Bearbeitung: Franz-Maria Sonner
Regie: Barbara Plensat
Produktion: BR/WDR 1992

Silvester in einer amerikanischen Großstadt. Im Polizeirevier 87 hat Steve Carella mit seinen Leuten Dienst. Für ihn und Detective Meyer Meyer beginnt das neue Jahr wie das alte geendet hatte:
In dieser Nacht steigt der drogenabhängige Proctor im sechsten Stock eines Hauses in ein Appartement ein. Gleichzeitig wird im vierten Stock Annie, ein hübscher Teenager, und das Baby der Hoddings, auf das sie aufpassen soll, ermordet. Und auf der Straße gerät Herrera, ein südamerikanischer Gauner, in eine Prügelei...
Die Handlungsstränge sind ineinander verschränkt. Filmschnittartig laufen die Vorgänge ab, werden abrupt unterbrochen, um in eine andere Geschichte einzusteigen. Aber alle Fälle laufen im 87. Polizeirevier zusammen. Das Interesse gilt nicht dem Einzelfall, sondern dem hektischen Ermittlungstreiben in einer Großstadt, in einer von Gewalt regierten Welt.

Ed McBain wurde als Salvatore A. Lombino 1926 in New York geboren. Von allen Kriminalromanen, die er geschrieben hat, ist die Serie um das 87. Polizeirevier am bekanntesten. Er steht in der Tradition des realistischen Kriminalromans und konfrontiert mit Terror, Gewalttätigkeit und sozialen Problemen, die vielfach aus der Diskriminierung ethnischer Minderheiten erwachsen.