Stopper

von Tim Staffel
Regie: Paul Plamper
Produktion: WDR 2000/ca. 40'

Auf einer Autobahn in Deutschland. Idyl kollidiert in ihrem Ford Mustang mit dem
Stopper Danny. Funken sprühen, während sie den Wagen lenkt und er an den
Bässen herumschraubt. Einige Tankstellen später kollidieren Idyl und Danny mit
dem Geiselnehmer Jörn, der mit den Menschen endlich wieder lächeln will. Falls
das nicht klappt, gibt er sich ersatzweise auch mit zwei Millionen und einem Platz
im Aufsichtsrat von ManU, Manchester United, zufrieden. Danny und Idyl lächeln,
denn sie mögen Jörn, aber das reicht Jörn nicht. Sie sind seine Geiseln, auch wenn
Jörn das schade findet. Das Autoradio läuft und erzählt von einer Entführung, die
eigentlich eine Reise aus der Welt heraus ist. Eine Welt, in der alle drei außer sich
selbst nichts verloren haben. Drei, die an dem, was war, nicht mehr interessiert
sind, in einem Ford Mustang, mit einem Handy, einer Knarre und dem Radio. Und
so fahren sie in ihren Showdown hinein anstatt in einen Sonnenaufgang.

Tim Staffel, geboren 1965 in Kassel, lebt heute in Berlin. Er studierte angewandte
Theaterwissenschaft in Giessen bei Andrzej Wirth und veröffentlicht
Theaterstücke, Short stories und Romane ("Terrordrom",1998). Für den
Lauschangriff schrieb er das Hörspiel "Hüttenkäse" (1999).