Tagebuch eines sentimentalen Killers

von Luis Sepúlveda
aus dem Spanischen von Willi Zubrüggen
Bearbeitung und Regie: Michael Wehrhan
Produktion: WDR 2002
55‘

"Der einzige Grund, jemanden zu töten, ist ein Scheck über eine siebenstellige Summe. Dollars. Steuerfrei." Das sagt der Killer und er ist ein Profi. Bei seinem letzten Auftrag jedoch beginnt er die zwei elementaren Regeln seines Berufs zu verletzen: Zum Ersten interessiert ihn, warum er seinen "Kunden", den Teilnehmer eines internationalen Kongresses von "Non Governmental Organisations", liquidieren soll. Zum Zweiten hat er sich verliebt und seine französische Braut hat ihm den Kopf verdreht. So schleichen sich Fehler in seine Arbeit ein. Seine Auftraggeber beschließen, ihn auf‘s Altenteil zu schicken. Vorher allerdings will er noch seine Arbeit erledigen. Es kommt zu einem Showdown in Mexiko City, der auch für den Killer eine böse Überraschung bereit hält.

Luis Sepúlveda, 1949 in Chile geboren, musste das Land unter der Militärdiktatur wegen seines politischen Engagements verlassen. 1980 kam er nach Deutschland und arbeitete in Hamburg als Schriftsteller und Journalist, u.a. als "Korrespondent" bei Greenpeace-Aktionen von Feuerland bis in die Arktis. Heute lebt und arbeitet er in Spanien.