Der Tod des James Dean

von Alfred Andersch

Regie: Friedhelm Ortmann
Produktion: SWF/HR/RB 1959
Länge: 48'


Am 30.09.1955 starb der Filmstar James Dean in der Nähe von Salinas bei einem Autounfall. Er wurde, 24-jährig, zu einem weltweiten Idol und Sinnbild einer Epoche, der "Beat-Epoche".

In Amerika fand sie zuerst ihre Sprache, in den Filmen, in denen Dean mitspielte, wie in den Gedichten von Alan Ginsberg, E.E. Cummings, Kenneth Patten und Kenneth Rexroth. Versen ihrer Gedichte hat Andersch zwei Reportagen gegenübergestellt : einem Bericht des amerikanischen Schriftstellers John Dos Passos über Leben und Tod von James Dean und einer Reportage des Journalisten Robert Lowry über den Weltmeisterschaftskampf im Mittelgewicht. Dieser Kampf symbolisiert, was eigentlich - zumindest aus der Perspektive dieses formal und inhaltlich wegweisenden Hörspielklassikers von 1959 - in der Beat-Epoche ausgetragen wurde : Es war der Kampf des "David" Jugend gegen den "Goliath" traditionelle Gesellschaftsform. Und James Dean verkörperte dieses Aufbegehren wider Einengung, Behäbigkeit und Emotionskontrolle.

Mit: Ludwig Cremer, Hermann Schomberg, Rolf Boysen, Herbert Fleischmann u. a.