Todestour

von Michael Koser
Regie: Alexander Malachovsky
Produktion: : BR 1986
59 Min.

Es war einmal eine Zeit, da gab es Privatdetektive. Harte Männer, gerecht,
nie um eine Antwort und einen Ausweg verlegen. Aber in den ersten
Jahren dieses Jahrtausends gibt es nur noch einen: Jonas. Er ist der
letzte seiner Zunft. Nicht mehr ganz so hart, auch nicht immer gerecht,
manchmal fällt ihm auch gar keine Antwort ein – und einen Ausweg muss
er meist lange suchen, aber dafür ist er auch nicht allein: Sam, sein
Begleiter, ist immer dabei. Sam ist der unentbehrliche, überprogrammierte
und zuweilen recht geschwätzige Computer. Er kann alles. Außer Walzer
tanzen. Und Kinder kriegen...

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa: Morgengrauen. Jonas befindet
sich unversehens im Bereich akuter polizeilicher Notstandsmaßnahmen:
Sechs Beamte mit Laserstrahlern, Kampfanzügen und Schutzhelmen
stehen direkt, durchschlagend und drahtig in seinem Schlafzimmer. Und
durch den leeren Türrahmen spaziert eine prachtvolle Uniform. Rot und
Gold – Lametta und Sterne, wo es sich nur machen lässt. Oberst Frank!
Der Chef der Terror-Polizei ist hinter der "Kusbekischen Befreiungsfront"
her. Terroristen. Bombenleger. Sie hatten erst wieder ein blutiges Attentat
verübt. Kein Umgang für Jonas! Das meint auch Computer Sam. Und er
weiß auch etliches über Kusbekistan. Ein Land, in das die beiden
aufbrechen werden. Zu einer Todestour...

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für
das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es
entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von
Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973
erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.