Tod in der Provinz

von Helmut Bez
Regie: Klaus-Dieter Pittrich
Produktion: WDR 1997
Länge. 57 Minuten

Auf den Brettern eines ostdeutschen Provinztheaters hatte seine
Karriere begonnen - nun endet sie eben dort: Der prominente
Schauspieler Robert Hanning ist von der Beleuchterbrücke gestürzt.
War sein Tod ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord? Das Gastspiel des
berühmten Schauspielers sollte die Kasse des Hauses füllen, aber mit
Hannings Rückkehr brachen alte und neue Konflikte innerhalb des
Ensembles auf. Viele hatten Grund zur Eifersucht - sei es wegen
diverser Affären und Liebeleien, mit denen sich Hanning Feinde
geschaffen hatte, sei es aus Neid auf den prominenten Film- und
Fernsehschauspieler, der es in Westdeutschland so viel weiter
gebracht hatte als seine Ex-Kollegen an einer ostdeutschen
Provinzbühne. Hanning selbst sah seinen Stern am Fernsehhimmel
schon wieder sinken, und ein Selbstmord scheint nicht
ausgeschlossen. Oder wurde da einer, der weggegangen ist und es
geschafft hat, von den Zurückgebliebenen hingerichtet, um sie von
ihrem Scheitern zu erlösen?

Helmut Bez, geboren 1930 in Sondershausen/Thüringen, arbeitete als
Theaterschauspieler und Regisseur. Seit 1966 schreibt er Prosa, Lyrik,
Film- und Fernsehdrehbücher, Hörspiele und vor allem Theaterstücke.
In der ehemaligen DDR zählte er zu den bekanntesten
Gegenwartsautoren.