Töten ist menschlich

Prélude in d-Moll

von Elodie Pascal

Regie: Elisabeth Putz
Produktion: ORF/DKULTUR 2009
Länge: 49'

Sie möchte am liebsten dort leben, wo es die Todesstrafe gibt: "Da kann man der Agonie ins Gesicht blicken, da weiß man, woran man ist." Sie will sterben, doch ihr Tod soll ihren Lieben keine Schmerzen bereiten. So bleibt wohl kein anderer Ausweg, als die Familie zu töten, um danach selbst aus dem Leben gehen zu können. "Was wir lieben, bringt uns um", sagt sie und treibt auf die Spitze, was alle in ihrer Umgebung tun. Sie manipuliert ihren Umkreis durch Erfüllung innigster Wünsche, verwendet die Sprache als Waffe und tötet beinahe unsichtbar. "Protect me from what I want". Nach und nach gehen die Familienmitglieder an ihren Neigungen zugrunde und die Mörderin fühlt sich leicht und schuldlos.

Elodie Pascal wurde 1982 in Orléans geboren und wuchs zweisprachig (deutsch-französisch) auf. Sie studierte Philosophie und lebt heute in Frankreich.