Totentanz

von Michael Koser
Regie: Werner Klein
Produktion: BR 2001
54'

Einmal im Monat die neuen Abenteuer von Jonas, dem letzten Detektiv, und seinem Supercomputer Sam!
Es war einmal eine Zeit, da gab es Privatdetektive. Harte Männer. Gerecht. Nie um eine Antwort und einen Ausweg verlegen. Aber jetzt gibt es nur noch einen: Jonas! Er ist der letzte seiner Zunft. Nicht so sehr hart. Auch nicht immer gerecht. Manchmal fällt ihm auch gar keine Antwort ein. Und den Ausweg muss er meist lange suchen...
Costaguana, Oktober 2015. Jonas sitzt in Puerto Porco fest. Er wird Sam verkaufen müssen. Damit er sich den Rückflug nach Babylon leisten kann. Morgen wird er eine Annonce in die Zeitung setzen: "Gelegenheit. Verbaler Taschencomputer. Nicht mehr ganz neu, aber voll in Schuss. Selbständig und eigenwillig, umständehalber abzugeben..." - Sam fährt darob der Schreck gehörig in die Platine. Doch die Rettung kommt über Nacht. Jonas träumt, dass er schläft. Da fliegt durchs Fenster ein bunter Vogel. Mit glänzenden Federn. Er verwandelt sich in eine junge Indio-Frau. Mit langen schwarzen Haaren. Und viel rotbrauner Haut. Jonas erwacht. Sie ist immer noch da! Und lächelt ihn an! Der bunte Vogel heißt Jamáro, ist Schamanin. Sie lebt mit ihrem Stamm im Urwald. Ihr Vater ist der Kazike. Der Häuptling. Er wird von "Bio Global" festgehalten, mit dem Tode bedroht, wenn er nicht mit seinem Stamm das Dorf aufgibt. Dort will das Weltunternehmen nämlich Bäume abholzen, nach Öl bohren, die Erde nach Smaragden durchwühlen. Jamáro gefällt Jonas. Ihr knappes Gefieder. Ihre Art. Ihr Anliegen. Jonas geht mit ihr mit...

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973 erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.