Der Trauschein

von Ephraim Kishon

Bearbeitung: Bernd Grashoff
Komposition: Eugen Thomas
Regie: Otto Düben

Mit Hans Korte, Rosemarie Fendel, Elke Aberle, Daniel Friedrich, Walter Renneisen, Edda Seippel

Produktion: BR 1979 Länge: 83'10

Jahrelang waren die Brozowskys eine ganz normale Familie in Israel. Nachdem sie den Kibbuz verlassen hatten, arbeitete Daniel Brozowsky als Installateur und Ella als Hausfrau, die ihrem Mann pünktlich das Essen kochte, wenn er nach Hause kam. Die Verlobung der Tochter Vicky sorgt für Turbulenzen. Ihre zukünftige Schwiegermutter, eine in Familienangelegenheiten konservative Frau, verlangt den Trauschein der Eltern zu sehen. Doch der ist nirgendwo zu finden. Vater Brozowsky ist sich nicht einmal mehr sicher, ob er mit seiner Frau überhaupt jemals vor einem Rabbiner gestanden hat, obwohl es ein Hochzeitsfoto gibt. Aber: "Es ist keine Logik in unseren Erinnerungen." Jetzt soll er auf Wunsch seiner Tochter heiraten, um das leidige Papier herbeizuschaffen. Doch Mutter Brozowsky bittet sich eine Bedenkzeit aus - hatte sie zuletzt die tyrannischen Anfälle ihres Mannes als seine Ehefrau noch über sich ergehen lassen, wittert sie nun unverhofft eine neue Freiheit.

Ephraim Kishon (eigentl. Ferenc Hoffmann), geb. 1924 in Budapest, gest. 2005 in Appenzell/Schweiz. Israelischer Schriftsteller, Journalist, Regisseur. Satirische Kurzgeschichten, Theaterstücke. 1944 Deportation nach Polen, 1945 Flucht auf dem Weg ins Vernichtungslager Sobibor, 1949 Emigration nach Israel. Auszeichnungen u.a. Israel Preis für das Lebenswerk (2002). Hörspiele u.a. Sallach (DRS 1986).