Treffen sich zwei

von Iris Hanika

Bearbeitung und Regie: Irene Schuck
Produktion: NDR/SWR 2009
Länge: 54'08

In einer hitzegeschwängerten August-Nacht katapultiert Liebe auf den ersten Blick zwei Berliner Großstadt-Singles aus ihren gewohnten Bahnen, rein in die sumpfigen Landschaften der Sehnsucht, des Begehrens. Er: ein nüchterner Typ, Systemberater. Sie: eine wundergläubige, zu hysterischen Exaltationen und Tränenausbrüchen neigende Geisteswissenschaftlerin. Sie langweilt sich tagein tagaus in einer Galerie, wo sie sich ausgiebig ihren eigenen Gefühlen widmet. Er ist "megagestresst" von seinem Job. Nach der ersten ekstatischen Nacht gehen die Liebeszweifel los. Ein Hörspiel aus den modernen Welten der Single-Einsamkeit. "Das poetische, zur zärtlichen Annäherung ansetzende Erzählen kommt immer wieder durch ein beinnahe zwanghaftes Kommentieren- und Bewertenmüssen zum Erliegen. So finden sich in die Jahre gekommene Liebende (Senta ist ja auch schon über 40) als Restauratoren am alten Kunstwerk der schönen Gefühle wieder und stützen sich auf vage Erinnerungen, wie das Ganze, vor langer, langer Zeit, als man noch pubertierte, wohl gemeint war." (Markus Collalti in der Funk-Korrespondenz, 30.04.2009)

Mit Inga Busch, Jens Wawrczeck, Astrid Meyerfeldt u.a.

Iris Hanika, geb. 1962, Autorin. Werke u.a. Das Loch im Brot (2003), Musik für Flughäfen (2005), Treffen sich zwei (2008).