Turing Bytes

Zum 60. Todestag von Alan Turing

von Nika Bertram

Regie: Matthias Kapohl
Produktion: WDR 2014
Länge: 53'

"Messages from the unseen world". Unter diesem Titel verschickte der britische Computerpionier Alan Turing vor seinem Freitod 1954 eine Reihe rätselhafter Postkarten. Er hinterließ viele unvollendete Arbeiten. Welchen Geheimnissen war er auf der Spur?

Turing war ein stiller Held, Nerd und Hacker. Er hatte die Erfindung des Computers ermöglicht und die Codes der deutschen Enigma-Maschinen geknackt. Nach Kriegsende erklärten die Briten ihn jedoch selbst aufgrund seiner Homosexualität zum "Sicherheitsrisiko" und verurteilten ihn zur chemischen Kastration. Am 7. Juni 1954 biss Alan Turing in einen mit Zyanid vergifteten Apfel, alle begonnenen Projekte starben mit ihm.

Was sind die fehlenden "Turing Bytes"? Welchen Code wollte er als nächstes knacken? Etwa den Code des Lebens? Die junge Bioinformatikerin Eileen versucht 60 Jahre später, Turings Rätsel zu entschlüsseln. Im Nachlass ihrer Mutter, die auch für den britischen Geheimdienst gearbeitet hat, hat Eileen eine Nachricht von Turing mit Hinweisen auf einen "Silberschatz" gefunden. Die Suche danach wird für Eileen zum Beginn einer Obsession.