Ungeduld des Herzens

von Stefan Zweig
Hörspielbearbeitung: Gert Westphal

Dauer: 66'00 und 56'00
Komposition: Peter Zwetkoff
Regie: Gert Westphal
Produktion: SDR/WDR/SRG Basel/ ORF 1961

Mitwirkende:
Erzähler: Walter Andreas Schwarz
Hofmiller: Matthias Fuchs
Kekesfalva: Kurt Ebbinghaus
Edith: Gustl Halenke
Ilona: Dagmar von Thomas
Doktor Kondor: Viktor Stefan Görtz
Oberst: Alfred Schlageter
Ferenz: Nikolaus Haenel
Joschi: Peter Neubauer
Goldbaum: Kurt Julius Schwarz
Die blinde Frau Kondor: Helga Roloff
Portier: Kurt Beck
Telefonfräulein: Kristin Hausmann
Hannes Schütz, Ernst Ehlert, Irene Marwitz, Barbara von Annenkoff, Rudolf Siegel, Friedel Münzer, Ferdinand Mussi, Erich Elstner, Ludwig Göttl, Ursula Wondrak, Wolfgang Ammerbacher, Ilsemarie Schnering, Maria Schratt-Dressek, Paul Dättel

In den letzten Tagen der alten Donaumonarchie wird in einer kleinen Garnisonsstadt der Ulanenleutnant Anton Hofmiller aufs Schloss der Kekesfalvas eingeladen. Beim Walzer fordert er die Tochter des Hauses zum Tanz auf - ein schlimmer Affront, denn die junge Edith ist gelähmt.
Um seinen Fehler wieder gutzumachen, kommt er nun immer wieder als Gast auf das Schloss und stiftet damit heillose Verwirrung. Edith beginnt ihn leidenschaftlich zu lieben und hofft obendrein, ihre Gesundheit wiederzuerlangen. Von ihrem Vater getrieben, willigt Hofmiller in die Verlobung ein. Er verleugnet jedoch am gleichen Abend seine Braut den Kameraden gegenüber. Auf Befehl seines Obersten verschwindet er am nächsten Morgen in eine andere Garnison, wo er vom Selbstmord Ediths hört. Wie eine Rettung erscheint ihm der Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

Stefan Zweig, 1881 in Wien geboren, studierte Germanistik und Romanistik, arbeitete als Journalist, Übersetzer und Korrespondent. Frühe Gedichte ("Silberne Seiten", 1901), Novellenbände ("Brennendes Geheimnis", 1911; "Sternstunden der Menschheit", 1927). Seine großen Biografien wie "Maria Stuart" (1935) und "Joseph Fouché" (1929) machten ihn weltberühmt. 1934 emigrierte er nach London. 1940 wurde er englischer Staatsbürger. In Brasilien nahm er sich 1942 mit seiner zweiten Frau das Leben.

Die Hörspielfassung wird von einem Walzer getragen. Für die Komposition erhielt Peter Zwetkoff den Karl-Sczuka-Preis.