Die Vakuumjäger

von Edwin Ortmann
Regie: Walter Adler
Produktion: SWF/MDR 1992
55 Min.

"Rezept: Man nehme ein bißchen Nichts, einen Schein, ein Vakuum. Man deklariere diese Fiktion mit einem Wert von mehreren Millionen Dollar. Man erfinde ein paar Jäger, ein paar Gejagte hinzu. Man ziehe die Todesgrenze. Das Spiel geht darum, wer welchen Zoll an dieser Grenze bezahlt, wo der Schein das Sein bestimmt. Was mich bei dieser Arbeit von Anfang an faszinierte, war, wie sich die drei Protagonisten einander nähern - mit verschiedenen Geschwindigkeiten, mit einer stillen Folgerichtigkeit - und was Erkenntnis ist. Die drei, gefangen in den Fesseln des obigen Rezeptes, bieten alles auf, was sie an Erfahrungen, Nerven und Scharfsinn besitzen, und was kommt dabei heraus? Ein armseliger Toter, ein monomanischer Jäger, der selbst in die Falle tappt, ein Kommissar, der das Vakuum vom Anfang am liebsten wieder hergestellt sehen möchte. Der Mensch kämpft permanent um nichts, um ein bißchen Nichts, das macht ihn so groß und so klein." (Edwin Ortmann)

Mit Peter Fitz, Rufus Beck, Hans Peter Hallwachs u.a.

Edwin Ortmann, 1941 in München geboren. Nach Aufenthalten und Sprachstudien in England, Frankreich, Spanien und verschiedenen Tätigkeiten als Übersetzer lebt er heute als freier Schriftsteller in München und Formenterra.