Das Verbrechen

von Pierette Caillol und Yvan No
Aus dem Französischen von Carl Dietrich Carls
Bearbeitung Hartmann Goertz
Komposition Heinz Brüning
Regie Heinz-Günter Stamm
Mit Martin Held, Inge Birkmann, Dagmar Altrichter, Günther Ungeheuer, Heinz Hilpert, Rudolf Rhomberg, Lore Eberhard, Alexander Malachovsky
Produktion BR 1964
5425

Henry hat seine Familie um sich versammelt, um ein Fest zu feiern: seine Frau Susanne, seine Kinder Nicole und Jacques und seinen Schwiegervater. Er lässt sich für seine unternehmerischen Erfolge hochleben: Bei Hummer und Champagner verkündet Henry, dass er die erste halbe Milliarde erwirtschaftet hat.
Doch dann erzählt er eine Geschichte, die nicht nur seine, sondern die der ganzen Familie ist. Auf den Tag genau vor zehn Jahren starb nämlich die reiche, geizige und in der Familie ungeliebte Tante Marthe. Alle versicherten sich damals gegenseitig, sie sei eines natürlichen Todes gestorben, auch die Routine-Ermittlungen wurden schnell eingestellt. Aber jetzt gesteht Henry: Es war Mord. Um an ihr Geld zu kommen, zum finanziellen Wohl der ganzen festlichen Runde, hatte er die gelähmte Tante erstickt. Er macht allen Familienmitgliedern klar, dass sie sein Verbrechen ahnten, ihn aber deckten und danach alles schnellstmöglich verdrängten. Noch eine Stunde bleibt an diesem Abend, dann ist Henrys Mord verjährt.

Pierette Caillol (1898-1991), französische Schauspielerin und Autorin.
Yvan No (1895-1963), französischer Regisseur und Autor. Gemeinsame Filme u.a. 'Les Hommes sans peur' (1942), 'Une mort sans importance' (1948).