Der Verbrecher aus verlorener Ehre - eine wahre Geschichte

Erzähler: Peter Lieck
Produktion: Westdeutscher Rundfunk 1979
Länge: 48'45

Der "Sonnenwirt" Christian Wolf, von Natur aus unansehnlich, versucht sich Liebe und Freiheit zu erkaufen und wird aus Geldnot zum Wilddieb. Nach mehrfachen Verhaftungen und Wiederfreilassungen will er reumütig in die Gesellschaft zurückkehren, doch man lässt ihn nicht einmal mehr die Schweine hüten.

In einem Akt der Verzweiflung tötet Christian einen Menschen und schließt sich auf der Flucht einer Räuberbande an. Einzig hier findet er die ersehnte Anerkennung. Vorübergehend.

Friedrich Schiller (10.11.1759-7.5.1805) veröffentlichte diese psychologische Fallstudie eines Täters im Jahr 1786, hatte die Geschichte aber schon vier Jahre zuvor in sein Drama "Die Räuber" einfließen lassen. Schillers Interesse für "die geheimen Bewegursachen menschlicher Handlungen" bezeugt auch seine Vorrede zu den von ihm herausgegebenen "Merkwürdigsten Rechtsfälle nach Pitaval", einer aus dem Französischen übertragenen Sammlung wahrer Gerichtsfälle.