Vermisst in Havanna

von Jürgen Frenzel
Regie: Frank-Erich Hübner
Produktion: WDR 2006
54'

Schon in Las Palmas hätte Robert de Vico, Detektiv aus Leidenschaft, jedoch leider mittellos, seine Passion fast mit dem Leben bezahlt. Ein Detektiv, aus ähnlichem Holz geschnitzt wie alle großen Vorbilder, gibt jedoch nicht auf. Auch nicht auf Kuba, wo die Zeit nach dem alten „Massimo Lider“, dem Zigarrenraucher und amerikanischen Feindbild, bereits ihre Schatten vorauswirft. Kaum mit einem Billigflug dort angelangt, verliebt er sich in seine schöne Zimmerwirtin, die jedoch kurz nach ihrer Bekanntschaft ums Leben kommt. Die junge amerikanische Filmemacherin Emily versucht ihn zu trösten, und dennoch mehren sich auch im Kopf der Schmerzgeschüttelten die Anzeichen, dass hier nichts, aber auch gar nichts, mit rechten Dingen zugeht. Mit linken erst recht nicht. Denn nun richtet sich das Augenmerk einer undefinierbaren Macht gleich auf beide: die Amerikanerin und den Aleman.

Jürgen Frenzel wurde 1952 in Altdöbern/Niederlausitz geboren. Nach einem Journalistikstudium war er ab 1977 Redakteur beim DDR-Rundfunk und 1992-1999 Ressortleiter Nachrichten beim ORB. Er hat mehrere Hörspiele geschrieben, u.a. „Das Brummen“ (DS-Kultur 1992) und „Kreta - die Verkündigung des anderen Ufers“
(DLR Berlin 1994). Der WDR sendete zuletzt von ihm „Schüsse in Las Palmas“ (2005).