Verschleppung eines polnischen Priesters

von Matthias Brand
Regie: Hein Bruehl
WDR 2003
55'

Polen 1984. Immer wieder kritisiert der oppositionelle Priester Jerzy Popieluszko in seinen Predigten die Regierung Jaruzelski. Beamte des politischen Sicherheitsdienstes beobachten ihn auf Schritt und Tritt. Eines Abends wird Popieluszko auf der Heimfahrt von einer Predigt entführt.
Sein Fahrer kann entkommen. Er berichtet von Verkehrspolizisten, die das Auto des Priesters angehalten hätten, und ist sicher, einen Entführer erkannt zu haben. Der Sicherheitsdienst bestreitet eine Verwicklung und unterstellt vielmehr, dass die Verschleppung als Provokation durch die Gewerkschaft Solidarnosc inszeniert worden sei.
Lominski und Gruszewski, Mitglieder der Kriminalabteilung des Innenministeriums, erhalten den Auftrag, den Fall zu untersuchen. Die "fiktive Dokumentation" greift die Hintergründe des immer noch nicht vollständig aufgeklärten Mordfalls auf, der die Weltöffentlichkeit erschütterte.

Mit Udo Schenk, Jörg Schüttauf, Maximilian Wigger, Hans Diehl, Maria Hartmann, Elmar Nettekoven, Peter Hofmann, Thomas Pötzsch, Götz Schulte, Peter Davor, Eckehard Hoffmann, Fritz Hammer, Britta Jakobi, Michael Klobe, Alexander Hauff, Ludwika Merkel

Matthias Brand, geboren 1952, lebt in Berlin und schreibt Prosa, Lyrik, Stücke für Figurentheater, Features und Hörspiele.