Verschwinden

von Friedemann Schulz

Regie: Ulrich Lampen
Produktion: HR 2011
Länge: 56'

Was als eher flüchtiger Impuls beginnt, wird langsam zu einer fixen Idee - der Wunsch zu verschwinden, sich einfach in Luft aufzulösen. Dabei ist Zoller nicht unglücklich. Nach einer betriebsbedingten Kündigung hat er wieder Arbeit gefunden und ist nun zusammen mit seinem Kollegen Hans für die Wartung von Windkraftwerken zuständig. Den Job bekam er durch Vermittlung von Mischa, adelig und ein hohes Tier in der Umweltpartei. Seit vierzehn Jahren ist Zoller mit seiner Frau verheiratet, durchaus glücklich. Sie betreibt im Souterrain ihres Hauses eine Kleintierpraxis. Er liebt sie, auf eine Art mehr denn je, dennoch würde sie ihm nicht fehlen, sollte er tatsächlich einmal verschwinden. Aber gibt es nicht doch Gründe für dieses sanfte Unbehagen, aus dem dieser merkwürdige Wunsch entspringt? Ist das fragile Gewebe häuslichen Glücks nicht doch im Lauf der Zeit ein wenig brüchig geworden? Wird der Wunsch, im Casino auf