Der verschwundene Graf

von Erich Kuby
Regie: Gert Westphal
NWDR 1953
84 Min.

Der schwedische Professor Graf Palmström hält in Graz einen Vortrag über Erdöl. Da Österreich noch unter Viermächteverwaltung steht, wird Palmström gebeten, den Vortrag am Folgetag noch einmal im sowjetischen Hauptquartier zu wiederholen. Er willigt ein, wird dort aber sofort seiner Bewegungsfreiheit beraubt. Die schöne Agentin Lisa soll ihn für die sowjetische Seite gewinnen. Doch nicht nur Lisa beherrscht alle Verführungskünste, auch Palmström ist ein charmanter Mann. Er umwirbt seine Bewacherin mit den Verheißungen des westlichen Lebens ebenso wie mit seinen Liebhaberqualitäten. Wird es ihm gelingen, den Spieß umzudrehen und die Agentin für den Westen abzuwerben? Ein Thriller aus der Hoch-Phase des Kalten Krieges.

Mit Ewald Balser, Irmgard Först, Heinz Klevenow, Josef Meinrad, Hans Thimig u.v.a.

Erich Kuby, geboren 1910 in Baden-Baden, begann seine journalistische und schriftstellerische Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg. Der »Nestbeschmutzer von Rang« (H. Böll) arbeitete u.a. für den Spiegel, den stern und die Süddeutsche Zeitung. Daneben adaptierte er gesellschaftskritische Stoffe für Hörfunk und Fernsehen. Berühmt wurde Kuby durch seine Vorlage für den Film »Ein Mädchen namens Rosemarie«, der den ungeklärten Mord an der Frankfurter Prostituierten Rosemarie Nitribitt und die Doppelmoral zur Zeit des Wirtschaftswunders behandelt.