Verwehte Spuren

von Hans Rothe
Regie: Gustav Burmester
Produktion: NDR 1958

55 Min.

Nach 22 Jahren kommt Frau Vargas zum ersten Mal wieder in ihre Heimatstadt Paris. Ihre Tochter Igna begleitet sie voller Abenteuerlust. Doch in Paris ist gerade Weltausstellung und alle Hotels sind ausgebucht. Mutter und Tochter müssen in verschiedenen Hotels übernachten. Doch als Igna ihre Mutter am nächsten Morgen abholen will, beginnt für sie ein Abenteuer unerwarteter Art: Ihre Mutter ist verschwunden, niemand will sie kennen oder gesehen haben. Hat Igna sich geirrt oder steckt eine Verschwörung dahinter?

Hans Rothes Hörspiel-Klassiker spielt 1867, die Produktion von Gustav Burmester versprüht den harmlos-sauberen Charme der 50er Jahre. Doch Rothe zeigt auch, wie die Staatsgewalt sich bei unheimlichen Ereignissen in Vertuschung übt, ohne Rücksicht auf den Einzelnen.

Hans Rothe, geboren 1894 in Meißen. Literaturstudium, Theater- und Filmdramaturg in Leipzig, Emigration, Lehraufträge in Amerika, 1954 Übersiedelung nach Italien. Bekannt durch seine umstrittenen wie erfolgreichen
Shakespeare-Übersetzungen. Rothe schrieb Romane, Theaterstücke und Essays. Das Hörspiel "Verwehte Spuren" (35) wurde auch für Film und Bühne bearbeitet. Rothe starb 1977.