Volles Leichenhaus

von Jean-Patrick Manchette
aus dem Französischen von Christina Mansfeld und Stefan Linster
Bearbeitung und Regie: Annette Berger
Produktion: WDR 2002
55'

Eugène Tarpon, Pariser Ex-Bulle und unterbeschäftigter Privatdetektiv, hat frustriert beschlossen, den Laden dichtzumachen und heim in die Provinz zu gehen. Bis der nächtliche Auftritt der schönen Memphis Charles ihn aus seinem alkoholschweren Schlaf reißt. Die junge Frau bittet um Tarpons Hilfe: Sie wird der brutalen Ermordung ihrer Zimmergenossin verdächtigt. Als Tarpon ihr rät, zur Polizei zu gehen, flüchtet sie - nicht ohne ihn zuvor außer Gefecht gesetzt zu haben. Tarpon wird in einen Strudel blutiger Ereignisse hineingezogen. Bald hat er nicht nur die örtliche Polizei auf dem Hals, sondern auch eine militante anarchistische Splittergruppe und amerikanische Profikiller. Seine Ermittlungen kehren sich in einen nackten Überlebenskampf.

Jean-Patrick Manchette, geboren 1942 in Marseille, gilt als einer der Begründer des „néo-polar“, der europäischen Variante des amerikanischen Hard-boiled-Krimis. Er arbeitete auch als Übersetzer, Journalist und Drehbuchautor. Viele seiner Bücher wurden verfilmt, so „Nada“ von Claude Chabrol und „Que d’os“ von und mit Alain Delon. Manchette starb 1995 in Paris.