Walching

von Robert Hültner
Regie: Bernd Schroeder
BR 1995
54', 54'

Winter 1922. Walching, ein kleines Dorf in den Alpen. Die vorweihnachtliche Idylle trügt, denn noch sind die Zeiten unruhig und die Wunden des Krieges nicht verheilt. Da wird in der Kammer eines Bergbauernhofes ein junges Mädchen von seinen Zieheltern tot aufgefunden. Allesdeutet auf drei vagabundierende Männer als Täter hin. Auch Inspektor Kajetan, der vom nahen Landgericht zu Routineermittlungen nach Walching geschickt wurde, zweifelt zunächst nicht daran. Bis ihn widersprüchliche Zeugenaussagen misstrauisch werden lassen. Immer deutlicher wird, dass es sich um alles andere als einen 'normalen' Mordfall handelt.

"Eine verzwickte Dorfgeschichte um Waffenschmuggel, die Umtriebe völkischer Heimwehren und die elende Enge eines Kaffs am Voralpenrand." (Tobias Gohlis in 'Die Zeit')

Mit Günter Maria Halmer, Bettina Redlich, Harry Taeschner, Friedrich von Thun, Peter Weiss, Elmar Wepper u.a.

Robert Hültner, geboren 1950 im Chiemgau, gelernter Schriftsetzer. Studium an der Filmhochschule in München. Anschließend Regieassistent, Dramaturg, Regisseur in Kurzfilmen und Dokumentationen. Reisen mit einem Wanderkino und Rekonstruktion historischer Filme für das Münchner Filmmuseum. Ab 1980 erste Veröffentlichungen in der Sonntagsbeilage (BR), Prosa und Experimentelles in Pop Sunday, taz, Beiträge in Anthologien und in Junge Deutsche Prosa. Walching war sein erster Kriminalroman und sein erstes Kriminalhörspiel. Weitere Kriminalromane u.a. 'Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski' (1995), 'Die Godin' (1997). Auszeichnungen u.a. Deutscher Krimi-Preis (1996), Friedrich-Glauser-Preis - Krimipreis der Autoren (1998).