Der Wassermann

von Marlen Haushofer
Bearbeitung: Helmut Peschina
Regie: Claudia Johanna Leist
WDR/ORF 1999,
55’12

Rechtsanwalt Dr. Gayen hat die unangenehme Aufgabe, die Vormundschaft des fünfjährigen, behinderten Ferdinand Benedikt, genannt Nandi, anzutreten. Der Junge hat nach dem Tod seiner Mutter ein beträchtliches Vermögen geerbt, das Dr. Gayen verwalten soll.
Nandi lebt bei seinem Großvater und seiner Tante auf dem Lande, wo er seinen Phantasien nachhängen kann. Seine Welt kennt nur eine einzige große Bedrohung: den Wassermann, der im Wasserfall neben dem Haus seiner Großeltern lebt und durch den Katarakt mit ihm spricht. Und dieser Wassermann wird eines Tages dafür sorgen, dass jemand sterben muss...
An dieser Stelle bricht das Fragment ab, das die früh verstorbene Autorin hinterlassen hat. Helmut Peschina hat in seiner Bearbeitung zu einem Schluss gefunden, der von Marlen Haushofer selbst hätte stammen können und von ihren Erben autorisiert worden ist.

Mit Gerd Anthoff, Konstantin Bülau, Almut Zilcher, Rosalinde Renn, Alexander Grill, Rosemarie Fendel, Otto Bolesch

Marlen Haushofer (1920-70), österreichische Schriftstellerin. Hörspiele, Erzählungen, Romane. Werke u.a. Wir töten Stella (1958), Die Wand (1963). Hörspiele u.a. Die Überlebenden (RB 1955).