Wildwest

von Michael Koser
Regie: Werner Klein
Produktion: BR 2001
55'

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa, Februar 2016. SuperMedia hat den "Big Brother" gewonnen. Mit der "Kain-und-Abel-Show". Die ist das zur Zeit erfolgreichste Holo-Format. Die schlichte Grundidee: fünf Freiwillige werden zusammengesperrt und sollen sich gegenseitig umbringen. Jonas kennt die "Kain-und-Abel-Show" nicht. Und er weiß auch nicht, dass zwei seiner liebsten Feinde, Astoria Waldorf und Adolf Beringer, ihn kämpfen sehen wollen. Deshalb schwant ihm auch nichts Böses, als ihn die junge Frau im Aerodrom von Babylon anhimmelt! Und Jonas anbietet, ihn mit dem Helikopter nach Hause zu bringen.
Als Jonas wieder aufwacht, liegt er. Im Sand. Im Kreis um ihn ein paar Männer auf Pferden. Pferde? Es gibt gar keine mehr! Die Männer alle im Wildwest-Outfit. Auch die, die ihm einen riesigen Revolver vors Gesicht halten und ihm mit schweren Stiefeln in die Rippen treten. Das gefällt Jonas gar nicht. Die Kerle selbst auch nicht. Schon deswegen, weil sie ihn gleich hier als Pferdedieb aufhängen wollen. Und kein guter Rat von Sam, seinem Computer! Merkwürdig ist nur, dass einer der Finsterlinge mit Sammys Stimme vorschlägt: "Hängen wir ihn in der Stadt. Das macht auch mehr Spaß. Viel mehr Zuschauer!"

Michael Koser, Jahrgang 1938, schreibt seit über 30 Jahren vor allem für das Radio und hat sich auf Kriminalhörspiel-Reihen konzentriert; es entstanden die Reihen "Die Denkmaschine" mit über 70 Abenteuern von Professor van Dusen und "Der letzte Detektiv" mit bislang 32 Folgen. 1973 erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD.