Die Wirklichkeit löschen

von Igor Likar
aus dem Serbokroatischen von Irena Meyer-Wehlack
Regie: Annette Jainski
Produktion: SWF 1990
35’

Dem als unbestechlich bekannten Rundfunkjournalisten Daniel Grajf sind geheime Tonbänder zugespielt worden, die eine eigennützige Verschwörung einer Geheimloge enthüllen, in der auch hohe Regierunsgbeamte und Funktionäre mitmischen. Die wirtschaftliche Instabilität und die soziale Unsicherheit sollen geschürt werden, um die Massen für die Machtbestrebungen und nuklearen Aufrüstungspläne selbst ernannter Heilsbringer gefügig zu machen. Die durch Glasnost im Abbau begriffene Spannung zwischen Ost und West soll unverzüglich genutzt werden. Grajf will die Bänder, die den Zynismus der Verbindung von Macht und Geld belegen, senden. Wenig später wird Grajf ermordet.

Mit: Marquard Bohm, Peter Gavajda, Regine Vergeen, Alf Marholm u.a.

Igor Likar, geboren 1953 in Ljubljana/Slowenien, arbeitet als Dramaturg, Regisseur und Schriftsteller. Neben mehreren Gedicht- und Prosabänden hat er zahlreiche Hörspiele publiziert. Der WDR produzierte zuletzt von ihm „Die Chaos-Apostel“, das zuvor beim internationalen Hörspielfestival „Prix Ostankino“ 1996 mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden war.