Witwe Zürns Katze

von Joy Markert
Regie: Alexander Schuhmacher
Produktion: WDR 2003
47’

Schauplatz der mörderischen Handlung ist die Kleinstadt Weingarten, wo es inmitten der oberschwäbischen Idylle und gleichsam im Angesicht der majestätischen Basilika zu höchst verabscheuungswürdigen Taten kommt. Nicht nur, dass Witwe Zürn, Nachfahrin einer Dynastie barocker Bildhauer und Antiquitätenhändler - und somit nicht ganz arm - sich dem Eierlikör hingibt und infolgedessen die Treppe hinuntersaust, sondern auch und vor allem, dass eine völlig harmlose, pflichtbewusste und gottesfürchtige Bürgerin ermordet wird. Dies bedauert nicht zuletzt Schwester Katharina, Oberin der Weingartner Diakonissen, zu deren nicht unerheblichen Förderinnen sowohl Witwe Zürn als auch die nunmehr leider verstorbene Frau Sporer zählen.
Auch die Weingartner Kripo hat es nicht leicht, finden sich doch keinerlei Spuren im Hinblick auf Motiv und Täter. Ohne zwei junge Diakonissen im ambulanten Pflegedienst, musikbegeistert die eine, Mopedfan die andere und beide Katzenliebhaberinnen, wüsste man wohl noch heute nicht, wer Frau Sporer auf dem Gewissen und was es mit Witwe Zürns Katze auf sich hat.

Mit: Sigrid Burkholder, Sabine Niethammer, Donata Höffer, Rosemarie Gerstenberg u.a.

Joy Markert, in Württemberg geboren, lebt seit über zwanzig Jahren in Berlin. Theater- und Filmautor. Verfasser von zahlreichen Hörspielen. Musikkenner, Barockliebhaber und Neffe einer Diakonissin.