Wolfsmond

von Julio Llamazares
aus dem Spanischen von Wilfried Boehringer
Bearbeitung: Karl Lippegaus und Hein Bruehl
Regie: Hein Bruehl
Produktion: WDR 2000
55’

Herbst 1937. Im zweiten Jahr des Spanischen Bürgerkriegs suchen vier Männer Unterschlupf in der schroffen Einöde des nordspanischen Gebirges. Die republikanische Front in Asturien ist zusammengebrochen und der Feind hat sie über die Pässe verfolgt. Jetzt sind sie nur noch ein versprengter Haufen, Rest eines Trupps republikanischer Milizionäre, ganz auf sich gestellt in dieser Wildnis. Unten in den Tälern herrscht die Guardia Civil und durchkämmt die Gegend auf der Suche nach den Anhängern der gestürzten Regierung. Und so warten die vier in den Bergen auf den geeigneten Zeitpunkt, den Kampf gegen Franco wieder aufzunehmen oder in eine der Zonen zu entkommen, die noch unter der Kontrolle der Regierung stehen. Der Weg zurück zu ihren Familien bleibt ihnen in jedem Fall abgeschnitten. Die Verwandten leben jenseits der Einsamkeit und werden doch mit hineingezogen in den Strudel der Gewalt.

Julio Llamazares, geboren 1955 in Vegamián in Nordspanien, studierte Jura in Madrid. Obwohl als Rechtsanwalt zugelassen, arbeitete Llamazares vor allem als Journalist und begann Ende der 70er Jahre, Lyrik und Prosa zu veröffentlichen. 1985 erschien sein erster Roman „Wolfsmond“, der 1991 in deutscher Sprache vorlag. Julio Llamazares lebt und arbeitet in Madrid.