Die Wupper von Else Lasker-Schüler

Die Wupper

von Else Lasker-Schüler

Regie: Heinz Dieter Köhler
Produktion: WDR 1977
Länge: 95'

In sechs Bildern wird das Wuppertal zu Beginn des Industriezeitalters gezeigt: die Armut der Färber und Industriearbeiter wie auch der Verfall der Fabrikantensippe Sonntag.

"Die Wupper", 1909 geschrieben und erst zehn Jahre später in Berlin uraufgeführt, zählt zu den naturalistischen Versuchen im Schaffen der Dichterin. "Jedes wahre Schauspiel ist wahrscheinlich eine Welt, ein Ebenbild des Dichters. Wenn ich das meine so von allen Seiten betrachte, von oben und unten, erkenne ich deutlich seine Ähnlichkeit mit mir, fiel mein Drama auch blind und helläugig aus. Auch sprach ich dazumal Elberfelder Platt auf meines Herzens Bühne, anders konnt ich mich den Leuten des Wuppertals nicht verständigen." (Else Lasker-Schüler)

Mit: Brigitte Horney, Irmgard Först, Harald Leipnitz, Gerd Böckmann, Angelika Thomas, Rosel Schäfer, Barbara Freier, Heinz Schacht, Renate Zillesen, Christian Brückner, Gustl Halenke, u. a.

Else Lasker-Schüler, geboren 1869 in Elberfeld, war die Tochter des Bankiers Schüler und die Enkelin des Oberrabbiners von Rheinland-Westfalen. 1894 heiratete sie den Berliner Arzt Berthold Lasker, 1901 Georg Levin, der unter dem von ihr geprägten Namen Herwarth Walden einer der führenden Theoretiker des Expressionismus wurde. 1933 floh Else Lasker-Schüler vor den Nazis nach Zürich, lebte von 1934 bis 1937 zeitweise, ab 1939 dann endgültig in Palästina. Sie starb 1945 in Jerusalem.