Zarzura

von Raoul Schrott und Michael Farin

Regie: Klaus Buhlert
Komposition: Klaus Buhlert
Produktion: BR 1998
Länge: 53'

Es war der Lebenstraum des ungarischen Grafen László Almásy, Vorbild des "Englischen Patienten"", Zarzura, die "Oase der kleinen Vögel"", wiederzuentdecken. Oft war sie beschrieben worden, in "1001 Nacht"" als Messingstadt, im Kitab al Durr al Makmuz, dem "Buch der vergrabenen Perlen"". Almâsy ist erfolgreich. Seine Expedition findet 1932 die drei Täler, die einst Zarzura waren. Und sie findet mehr, Zeichnungen aus der Urzeit, Zeichnungen von schwimmenden Menschen, auf Fels gemalt in der Wüste. Eine alte Geschichte. Eine neue Geschichte: 1942 ist Almâsy wieder dort. Als Offizier in deutschen Diensten. Es ist Krieg. Nach einem Angriff der Achsenmächte irren vier versprengte Engländer in der Wüste umher. Ohne Nahrung, ohne Wasser. Sie halluzinieren. Die Geschichten verknüpfen sich, werden eine Geschichte.

Mit: Edgar Selge, Max Raabe, Michael Lucke, Ignaz Kirchner

Raoul Schrott, geboren 1964 in Säo Paulo, aufgewachsen in Tunis, lebt als Autor und Übersetzer in Vorarlberg. Neben der Veröffentlichung von Gedichten und Romanen hat er sich auch als Essayist und Übersetzer einen Namen gemacht.

Michael Farin, geboren 1953 in Rotenburg/Wümme, lebt als Verleger und Autor in München. Neben Drehbüchern schreibt Farin Hörspiele und -bearbeitungen. 2001 wurde seine Fassung von "Metropolis"" nach Thea von Harbou zum "Hörspiel des Jahres"" gewählt.