Zeit zu sterben

von Gabriel García Márquez
Bearbeitung: Ulrich Kunzmann
Übersetzung: Horst Schulz
Ton: Gisela Kuschnierz
Komposition: Reiner Bredemeyer
Regie: Wolfgang Schonendorf
Produktion: Rundfunk der DDR 1975, mono

Don Diego - Edwin Marian
Juan Sáyago - Kurt Böwe
Wirt - Gerd Ehlers
Mariana - Ruth Glöss
Pedro Trueba - Helmut Geffke
Julian Trueba - Hans-Joachim Hanisch
Kommissar - Walter Jupé
Sprecher - Eugen Schaub

Das Hörspiel erzählt die Geschichte von Juan Sáyago, einem Mann, der mit achtzehn Jahren Gefängnis dafür sühnte, dass er Raúl Trueba im Zweikampf getötet hat. Juan versucht vergeblich, sein Leben noch einmal von vorn zu beginnen. Julian, Truebas ältester Sohn, provoziert ihn so lange, bis ein neuer Zweikampf unvermeidlich wird. Nach Julians Tod erschießt sein Bruder Pedro den keine Gegenwehr leistenden Juan.

Gabriel García Márquez, am 6. März 1927 in der nordkolumbianischen Kleinstadt Aracataca, geboren, begann 1946 ein Jurastudium an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá, das er 1950 jedoch abbrach, um sich intensiv mit Poesie und Literatur zu beschäftigen. Ab 1954 arbeitete er für die Zeitung "El Espectador", wo er zunächst kleinere Geschichten und Filmrezensionen verfasste. Seine journalistische Arbeit führte ihn in den folgenden Jahren nach Rom, Genf, Polen, Ungarn, Paris, Barcelona, Mexiko, Caracas und New York. García Márquez schrieb Drehbücher, Kolumnen, Reportagen, Erzählungen, Romane. Für seinen Debüt- Roman "Hundert Jahre Einsamkeit" (Cien años de soledad), der sich inzwischen mehr als 30 Millionen Mal verkaufte, wurde ihm 1972 der Neustadt International Prize for Literature verliehen, bevor er dafür 1982 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde.