Die zerbrochenen Hände der Engel

von António Lobo Antunes
aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann

Regie: Ursula Weck
Bearbeitung: Regina Griebel
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2007
Länge: 54'

In der Nacht erzählt er ihr alles. Vielleicht versteht sie ihn in ihrem Schlaf. Für Iolanda, die seine Tochter sein könnte, ist er nur der, der bei ihr schläft und die Miete bezahlt. Aber er liebt sie, und in den schlaflosen Nächten am Ufer des Tejo erwachen alte Ängste und Träume. Mit den Bildern der Kindheit verfolgen ihn die Schatten der Diktatur, die Portugals Geschichte prägte und sich in die Seelen gebrannt hat. In allen Hoffnungen lauert die Fratze des Scheiterns. Das scheint die natürliche Ordnung der Dinge zu sein.

Mit: N.N.

António Lobo Antunes, 1942 in Lissabon geboren, studierte Medizin und arbeitete als Arzt und Psychiater. Heute lebt er als Schriftsteller in seiner Heimatstadt. Sein umfangreiches Werk ist in über 30 Sprachen übersetzt worden, er setzt sich darin intensiv mit der portugiesischen Gesellschaft auseinander.