Das Zittern des Fälschers

von Patricia Highsmith

Regie: Eberhard Klasse; Stefanie Hoster
Bearbeitung: Eberhard Klasse; Stefanie Hoster
Produktion: SWF/HR 1986
Länge: 90'


Der amerikanische Schriftsteller Howard Ingham ist nach Tunesien gereist, wo er mit einem befreundeten Regisseur einen Film drehen will. Er wartet seit Tagen auf eine Nachricht von diesem Freund, auch von seiner Verlobten Ina, die in New York bei einer Fernsehgesellschaft arbeitet. Während der Wartezeit lernt Ingham Land und Leute kennen, unter anderem seinen älteren Landsmann Francis J. Adams, der von Tunesien aus absurde antikommunistische Rundfunksendungen in den Ostblock sendet. Auch mit dem dänischen Maler Jensen freundet er sich an. Als er schließlich erfährt, dass sein Freund, der Regisseur, sich in seiner New Yorker Wohnung erschossen hat, nachdem er vorher noch ein kurzes, aber heftiges Verhältnis mit Inghams Verlobter hatte, steht Ingham plötzlich ohne seine früheren Aufgaben und Bindungen da. Er könnte nach New York zurückfliegen. Aber inzwischen ist er nicht mehr der alte Howard Ingham. Das Land, in dem er seit einigen Wochen lebt, hat ihn verändert, hat das "Westliche" in ihm unmerklich zersetzt. Als er einen Araber, der nachts in seinen Bungalow einbrechen will, durch einen Wurf mit einer Schreibmaschine tötet, treibt der Konflikt zwischen seinem alten Ich mit seinen traditionellen amerikanischen Werten und seiner neuen, bindungs- und verantwortungslosen Existenz auf einen neuen Höhepunkt zu.

Mit: Gerd David, Fred C. Siebeck, Christian Brückner, Maren Kroymann, Djelloul Ben Khelifa, Elisabeth Wyrambe

Patricia Highsmith (1921-1995) wuchs in Texas und New York auf. Hier studierte sie Literatur und Zoologie und veröffentlichte erste Kurzgeschichten. Ihr Romanerstling "Zwei Fremde im Zug" wurde durch die Verfilmung von Alfred Hitchcock über Nacht berühmt. Ihre Meisterschaft erreichte sie in jenen Romanen, in denen das Verbrechen gar nicht oder nur wie ein flüchtiger Gedanke oder ein ebensolches Ereignis erscheint.