Zum Tee bei Dr. Borsig



Regie: Wolfgang Brunecker
Produktion: Rundfunk der DDR 1961

Robert ist Dichter, jung, talentiert, jedoch noch nicht etabliert und deshalb angewiesen auf Aufträge aller Art. Dr. Borsig ist Werbeleiter eines Pharmakonzerns, etabliert zwar, doch verlassen von der Phantasie früherer Jahre.

Dr. Borsigs Problem ist der Vertrieb eines Mittels gegen Farbenblindheit, von dem bereits 500.000 Schachteln produziert, aber erst 50.000 verkauft sind, denn nur wenige brauchen dieses Medikament.

Beim gemeinsamen Tee erläutert ihm Dr. Borsig, dass die Werbestrategie die Angst der Menschen vor der Farbenblindheit schüren müsse – und Robert soll dazu die Werbung machen. Das würde sein finanzielles Auskommen sichern, er könnte seine Freundin heiraten - aber seine Integrität bliebe auf der Strecke. Robert muss sich entscheiden.

Mit: Werner Pledath, Heinz Hinze, Gisela Rimpler u.a.

Heinrich Böll (1917 - 16. Juli 1985), bedeutender Autor der Nachkriegszeit. Literaturnobelpreis 1972. Berühmte Werke u.a.: „Gruppenbild mit Dame“, „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (als Hörspiel 97, SWF). Zahlreiche Hörspiele, der SR koproduzierte 1986 mit dem SWF „Dr. Murkes gesammeltes Schweigen“ sowie 1969 „Hausfriedensbruch“ mit NDR und SDR.