Zwölf Jahre danach

von Arnold E. Ott
Ton: Frauke Schulz
Regie: Gottfried von Einem
Produktion: Radio Bremen 1992
42'

Nicole Berger will nach zwölf Jahren den Tod ihres Vaters aufklären, der wahrscheinlich ermordet wurde. Aus diesem Grunde kommt sie - nachdem sie ihre Berufsausbildung beendet hat - in ihre Heimatstadt zurück. Alle Beteiligten, die sich an diesen Vorfall noch erinnern, machen ihr gegenüber sehr widersprüchliche Aussagen. Doch gerade diese sind sehr aufschlussreich für Kommissar Möller, der damals den Fall übernommen hatte. Zusammen mit Nicole versucht er erneut, die Geschehnisse aus längst vergangener Zeit zu rekonstruieren. Möller will versuchen, den Mörder zu finden, denn es ist inzwischen sicher, dass es sich damals um ein Verbrechen gehandelt hat. Nicole will nur den Namen des Täters - nicht mehr.

Heinz Schubert, geboren am 12. 11. 1925 in Berlin. Nach der Schauspielausbildung ab 1950 zehn Jahre am Berliner Ensemble, danach an verschiedenen Bühnen der BRD, u.a. München und Hamburg. Der kleine quirlige Schauspieler glänzte vor allem in komischen Rollen, war aber auch im ernsten Fach zu Hause. Unter Brecht spielte er am Berliner Ensemble u.a. den Schweizerkas in „Mutter Courage und ihre Kinder“ und den Hakenfinger-Jakob in der „Dreigroschenoper“. Nach dem Mauerbau löste der in Westberlin lebende Schauspieler seinen Vertrag mit dem BE. Große Rollen spielte er in Hamburg, so in Zadeks „Die Wildente“ und in „Bunbury“ von Oscar Wilde. Neben seiner Theaterarbeit trat er immer wieder im Fernsehen und im Film auf. Zum „Ekel der Nation“ wurde er in der TV-Kult-Serie „Ein Herz und eine Seele“ als Alfred Tetzlaff. Schubert unterrichtete auch viele Jahre an der Theaterhochschule Hamburg. 1999 starb er an den Folgen einer Lungenentzündung.