Zyto

von René Belletto
aus dem Französischen von Michael Mosblech
Bearbeitung und Regie: Walter Adler
Produktion: NDR 1994
Teil 1/54', Teil 2/54'

"Indem er Zytos Gedanken denken und Zytos Empfindungen spüren würde, wüsste er sofort und zuverlässig, ob Michael Zyto des Mordes an Marie Poterjinkow schuldig war oder nicht. Ob er die Absicht hatte, weitere Morde zu begehen. Er würde von innen her wissen, wie sein bedrückendes psychisches System funktionierte, sein mentales Gefängnis. Vielleicht würde er dann auch wissen, wie er ihn daraus befreien könnte."
Um diesem Ziel näher zu kommen, hat sich Dr. Marc Lacroix, ein ebenso angesehener wie ehrgeiziger Pariser Psychiater, einen besonderen Computer konstruiert, der ihn in das Innere des Kopfes seines psychopathischen Patienten schauen lassen soll. Doch der Apparat funktioniert besser als erwartet, beim ersten Versuch tauscht er statt bestimmter Teile des Gehirns die ganzen Personen aus: Dr. Lacroix findet sich in der körperlichen Hülle von Zyto und dieser in der Hülle seines Psychiaters wieder. Was für den Arzt der reine Horror, ist für Zyto die Erfüllung seiner geheimsten Sehnsüchte. Blitzartig erkennt er seine Chance: Er ist von seinem verhassten Körper befreit, möchte nicht wieder tauschen. Seine Psyche aber bleibt deformiert. Eine mörderische Odyssee beginnt.

René Belletto wurde 1945 in Lyon geboren. Er schreibt vor allem Romane und Drehbücher. Auf Deutsch sind neben der Romanvorlage "Zyto" bisher erschienen: "Ich sind viele" und "Höllische Augenblicke". René Belletto lebt in Paris.